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Ein Rebell als Behördenchef

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Artikel vom: 21.09.2011

Ein Rebell als Behördenchef

Roland Jahn, der aufmüpfige Student aus Jena, wird 1983 auf persönlichen Befehl von Stasi-Chef Erich Mielke gegen seinen Willen aus der DDR in den Westen abgeschoben. Doch der Thüringer lässt nicht locker. Er unterstützt weiterhin die Bürgerrechtsbewegung in der DDR und organisiert den Informationsfluss zu den westlichen Medien. Die Staatssicherheit verfolgt ihn und seine Mitstreiter als »staatsfeindliche Agentengruppe « mit Spitzeln, Abhörwanzen und Zersetzungsmaßnahmen. Mit den von ihm in die DDR geschmuggelten Kameras entstanden die sensationellen Aufnahmen von den ersten Montagsdemonstrationen in Leipzig.

Die politische Biografie von Roland Jahn, seit März 2011 Bundesbeauftragter für die Unterlagen des DDR-Staatssicherheitsdienstes, ist ein wichtiges Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das hier zum ersten Mal umfassend dargestellt wird.

Ab September im Buchhandel,
erschienen im CH.LINKS Verlag und zum Preis von 19.90 Euro erhältlich.

Der Autor : GERALD PRASCHL
Jahrgang 1968; geboren in Burglengenfeld, Bayern,
lebt seit 1989 in Berlin; nach Stationen bei »Mittelbayerischer
Zeitung« und »Berliner Morgenpost«
seit 1996 Chefreporter der »SUPERillu«; Mitglied
der Bundespressekonferenz; schreibt seit vielen
Jahren regelmäßig über die Geschichte der DDRBürgerrechts
bewegung.

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»Roland Jahn hat auf die Frage eines Schülers, ob er auch mal an der oppositionellen Haltung gezweifelt hätte, geantwortet, dass ihn diese Frage sehr bewege, weil sie oft als Helden dargestellt würden, die niemals zweifelten. So war das überhaupt nicht, hat er gesagt. Er hatte Zweifel, und auch das zeichnet ihn aus. Aber er ist sich treu geblieben.« Bundespräsident Horst Köhler 2009

»Es hat nur wenige von den Ausgereisten gegeben, die sich nicht nach ihrer Ausreise von den Menschen in der DDR abgewandt haben, sondern weiter gegen das Unrecht in der DDR vom Westen aus weiterkämpften. Dazu gehörte Roland Jahn. Er war einer der wesentlichen Streiter dafür, dass im westdeutschen Fernsehen immer wieder über die Bürgerrechtler im Osten berichtet wurde. Dass es so viele Menschen gab, die 1989 auf die Straße gingen, wäre ohne seine Arbeit nicht denkbar gewesen. Roland Jahn hat einen wesentlichen Beitrag für den Erfolg der Revolution von 1989 in der DDR geleistet.«
Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung


Quelle: DRESDENEINS.TV