Artikel vom: 04.01.2012
1500 Kita-Plätze fehlen 2012.
Ab August 2013 steht per Rechtsanspruch in Dresden jedem Kind unter 3 Jahren ein Krippenplatz zu, für Kindergartenplätze gilt das schon jetzt. Derzeit ist die Stadt weit davon entfernt, diese Ansprüche erfüllen zu können.
Am Mittwoch hat Bürgermeister Martin Seidel einen Entwurf für das sogenannte Maßnahmenpaket II vorgestellt, das die Situation verbessern soll. Wie notwendig das ist, sieht man an dem paradoxen Umgang mit Kindergartenplätzen. Im Sommer dieses Jahres werden insgesamt 1500 Betreuungsplätze fehlen. Dabei handelt es sich eigentlich um Kindergartenplätze, für die ein Rechtsanspruch besteht.
O-Ton Martin Seidel (parteilos), Sozialbürgermeister
Der Entwurf sieht vor, noch in diesem Jahr 1700 neue Betreuungsplätze einzurichten. Dafür müssten 9 Millionen Euro investiert werden. Angedacht sind mobile Raumeinheiten, ein Ausbau der Tagespflege und eine Forcierung von Betriebskindergärten. Für zusätzliche Maßnahmen bis 2015 wären laut Plan knapp 50 Mio € nötig. Diese Summe kann die Stadt nicht allein aufbringen und ist auf Unterstützung angewiesen. Auf Landesebene gibt es derzeit Probleme.
O-Ton Martin Seidel (parteilos), Sozialbürgermeister
Um weder zu wenige noch zu viele Betreuungsplätze zu haben, lässt die Stadt Jahr für Jahr einen Bedarfsplan erstellen, der sich nach aktuellen Bevölkerungsprognosen richtet. Diese Vorhersagen können aber nur kurzfristig getroffen werden – besonders bei zugezogenen Kindern kann die Stadt nicht schnell genug reagieren. Was genau passiert, wenn der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz 2013 nicht erfüllt werden kann, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, da Musterfälle fehlen.
Über den Maßnahmeplan II wird derzeit in den Ausschüssen beraten.
Am 4. April soll der Stadtrat darüber entscheiden.
Am 4. April soll der Stadtrat darüber entscheiden.

Quelle: DRESDENEINS









