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17000 Lehrer beim Warnstreik

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Artikel vom: 08.03.2011

17000 Lehrer beim Warnstreik

So leer wie in diesem Klassenzimmer im Bertolt-Brecht Gymnasium, wird es diese Woche Dienstag wohl an vielen Schulen ausgesehen haben. Grund dafür ist der erneute Lehrerwarnstreik, zudem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Sächsische Lehrerverband, kurz SLV, aufgerufen hatten. Petra Thie ist Kreisvorsitzende des SLV und fordert von den Arbeitgebern im Bezug auf die derzeitigen Tarifverhandlungen ein faires Angebot.

O-Ton: Petra Thie, Kreisvorsitzende SLV Dresden

Die Lehrerinnen und Lehrer fordern unter anderem eine Gehaltserhöhung um 50 Euro und darauf eine Erhöhung der Entgelte um 3 Prozent. Rund 17 000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben sich dem Aufruf zum Warnstreik angeschlossen und protestierten vor dem Finanzministerium. Sie wollen vor der letzten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt ein Zeichen setzen.

O-Ton: Udo Hennings, Lehrer am Berufl. Schulzentrum für Technik in Aue

Zudem sind inzwischen nur noch 4,4 Prozent der Lehrer unter 35 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 48 Jahren. Die Altersstruktur an den Sächsischen Schulen ist für viele der Anwesenden Grund zur Sorge.

O-Ton: Kerstin Jockusch, Lehrerin am Förderschulzentrum Dippoldiswalde
O-Ton: Beatrix Weber, Lehrerin Sportmittelschule Leipzig
O-Ton: Eva-Maria Stange (SPD), Stellv. Fraktionsvorsitzende

Finanzminister Georg Unland fand bei der Kundgebung kein Gehör. Aufmerksame Zuhörer sehen anders aus.

O-Ton: Georg Unland (CDU), Finanzminister

Insgesamt sind mehr als 20 000 ostdeutsche Lehrer in den Warnstreik getreten. Ob die bevorstehenden Tarifverhandlungen ein Ende des Konfliktes bringen, bleibt abzuwarten.
Quelle: DRESDENEINS