Artikel vom: 23.07.2010
"Boofe" für Obdachlose
Das ehemalige Hostel „Die Boofe“ im Hechtviertel ist derzeit als mögliches Übergangswohnheim für 60 Obdachlose im Gespräch. Der Eigentümer des Gebäudes hat der Stadt das Objekt zum Verkauf angeboten. Das Sozialamt prüft eine mögliche Nutzung.
Der Bedarf einer weiteren Notunterkunft ist in Dresden gegeben. Gegenwärtig gibt es in der ganz Stadt 226 Plätze für Wohnungslose. Sie sind fast immer besetzt.
Im Hechtviertel existieren bereits zwei Übergangswohnheime. FDP- Chef Johannes Lohmeyer befürchtet, dass das Viertel durch eine weitere Einrichtung dieser Art überfordert ist.
Derzeit leben rund 3800 Einwohner im Hechtviertel. Bei einer Nutzung des ehemaligen Hostels als weitere Notunterkunft, würde der Anteil der Obdachlosen auf nur knapp 3 % der Hechtviertel- Bewohner steigen. Trotz bisher guter Erfahrungen zuviel, laut Lohmeyer.
Richard Kaniewski, Stadtratsmitglied der SPD- Fraktion, sieht in einer weiteren Obdachlosenherberge kein Problem für das Viertel. Voraussetzung ist allerdings eine umfassende Betreuung der Heimbewohner.
Bisher liegt lediglich den Betreibern der weiteren Notunterkünfte eine Konzeption für ein zusätzliches Übergangswohnheim in der ehemaligen „Boofe“ vor. Es gibt noch keinen Stadtratsbeschluss. Doch bereits jetzt ist eine hitzige Debatte entbrannt.
Quelle: DRESDENEINS









