Artikel vom: 17.07.2010
KulturArchiv: Zerschlagenes Porzellan im Palais
Fragmente einer Legende - Weißes Gold aus Grabungen
Porzellanfunde aus ganz Sachsen sind derzeit im Japanischen Palais zu sehen. Die Ausstellungstücke stammen aus archäologischen Ausgrabungen. Unter dem Titel „Fragmente einer Legende - Weißes Gold aus Grabungen" zeigt das Landesamt für Archäologie wichtige Teile aus seiner umfangreichen Sammlung. Dabei stehen nicht die prachtvollen, gut erhaltenen Objekte fürstlicher Repräsentation im Mittelpunkt, sondern die Hinterlassenschaften unserer Vorfahren.
„Im Gegensatz zu den Ausstellungen, die sonst zu Porzellan gezeigt werden, zeigen wir hier nicht die heilen Stücke, sonder wir zeigen das, was wir als Archäologen in den Stadtkernen finden und das sind natürlich weggeworfene Sachen, kaputte Sachen. Ganz wenige, die wir tatsächlich so rekonstruieren könne, dass wir die Form komplett haben."
Dr. Regina Smolnik, Landesarchäologin
Hinter der Porzellanpracht steckten harte und akribische Arbeiten. Dokumente und Exponate geben einen Einblick in den historischen Herstellungsprozess. Einen besonderen Stellenwert nehmen die Stück ein, die bei Ausgrabungen auf dem Meißner Burgberg neben der ursprünglichen Manufaktur gefunden wurden.
„Es sind vor allem Dinge, die aus dem Produktionsabfall stammen, das sind sowohl die Fehlbrände selbst, die Stücke, die nicht zufriedenstellend waren. Wir haben hier Malproben, das heißt die Stücke, die man genommen hat für Lehrlinge, für fortgeschrittene Lehrlinge, um zu üben, um Malen auf Porzellan zu üben, um die Farbeffekte herauszuarbeiten, die dann eben, wenn sie nicht mehr gebraucht wurden, auch weggeworfen worden sind. „
Dr. Regina Smolnik, Landesarchäologin
Die Ausstellung „Fragmente einer Legende - Weißes Gold aus Grabungen" ist noch bis zum 12. September im Japanischen Palais zu sehen. Täglich von 10 - 18Uhr, außer montags natürlich.
Quelle: DRESDENEINS









