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Zu viel Staub in der Luft

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Beitrag vom: 25.01.2012

Zu viel Staub in der Luft

Sie sind nur winzige Nanomillimeter klein und mit bloßem Auge nicht zu sehen. Trotzdem haben ultrafeine Staubpartikel eine große Wirkung. Verursacht durch Straßenverkehr und Verbrennungsprozesse stehen sie im Verdacht, eine Gefahr für die Gesundheit zu sein. Diesem Verdacht soll nun in Dresden anhand von speziellen Messstationen nachgegangen werden. Im Rahmen des sogenannten UFIREG-Projekts ist eine von europaweit fünf Stationen in der Dresdner Südvorstadt in Betrieb gegangen.

O-Ton: Dr. Susanne Bastian, Landesamt für Umwelt

Bislang wurde die Auswirkung ultrafeiner Partikel auf den Menschen nur wenig erforscht; 2013 sollen die ersten Untersuchungsergebnisse vorliegen. Diese Daten werden auch die unterschiedlichen gesundheitlichen Folgen im Vergleich zum Feinstaub deutlich machen.

O-Ton: Anne Müller-Schuchardt, TU Dresden, Projektleiterin

Die Station ist nicht unmittelbar an der Straße gelegen und funktioniert deshalb als authentische Quelle für die Messungen. Obwohl der Container unscheinbar wirkt, beinhaltet er modernste Technik.

O-Ton: Dr. Susanne Bastian, Landesamt für Umwelt

Laut dem Landesamt für Umwelt ist die Luftbelastung in Dresden zu hoch. So wurde beispielsweise der Feinstaubgrenzwert 2011 deutlich überschritten. Die Europäischen Union schreibt vor, dass die Belastung durch Feinstaub nicht höher als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter und Stunde sein darf. Eine Überschreitung dieses Grenzwertes ist lediglich an 35 Tagen im Jahr erlaubt; in Dresden passierte es an 46 Tagen. Sollten sich die Werte für Feinstaub bis 2015 nicht im vorgegebenen Bereich bewegen, drohen Sanktionen der EU.
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Quelle: DRESDENEINS