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in medias res | im Gespräch mit Robert Koall

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Artikel vom: 11.02.2012

in medias res | im Gespräch mit Robert Koall

in medias res | Prof. Wolfgang Donsbach im Gespräch mit Robert Koall, Chefdramaturg des Staatsschauspiel Dresden. Es geht um den 13. und 18. Februar. Rechte Gruppen versuchen alljährlich, den Tag mit revanchistischen Parolen zu instrumentalisieren. Es stellt sich die Frage, wie gehen wir mit dem Dresdner Gedenktag zukünftig um?

So beklagt Robert Koall im Gespräch recht deutlich: "Was fehlt ist ein Minimalkonsens! Keine Nazis in dieser Stadt."
Die Absprachen zwischen der AG 13. Februar und dem Bündniss Dresden Nazifrei sind ein erstes Etappenziel. Unter dem Titel: "Wir sind uns in den Mitteln nicht einig, aber im Ziel", wird im Disput versucht, sich argumentativ dem Problem zu stellen und Lösungswege zu finden.

Unbestreitbar, es gibt Irritationen beim Umgang mit den Vorgängen an diesen Tagen. Robert Koall stellt gar die Frage in den Raum: "Fehlt der Stadt eine politische Haltung?". Was soll er tun, der rat-lose Bürger?  Wie läßt sich rechtskonformes Verhalten und gleichzeitig ein machtvolles sichtbares Zeichen gegen Nazis in dieser Stadt vereinbaren? Koall meint: "Wo ein politischer Wille ist, da ist auch ein versammlungstechnischer Weg zu finden"!

weitere Fragen an Robert Koall:

Wie hätten Sie denn entschieden als Richter oder Polizeipräsident?
Demonstrationsfreiheit !? _ Müssen wir es aushalten das die Rechten marschieren?
Warum reicht Ihnen die Menschenkette als Symbol des Widerstandes nicht aus?
Welches sichtbare Zeichen erwarten Sie von einer bürgerlichen Mitte?
Mit welchen Veranstaltungen bringen sich das Staatsschauspiel und die anderen Dresdner Theater ein?

Gedenken: Kundgebung am 18. Februar in Dresden

Die Kundgebung der AG 13. Februar findet am Sonnabend auf dem
Dresdner Schlossplatz statt.
Moderieren wird die Veranstaltung der Chefdramaturg
des Staatsschauspiels Robert Koall.

 

Quelle: DRESDENEINS.TV