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in medias res | Museum ohne Pathos?

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Artikel vom: 06.10.2011

in medias res | Museum ohne Pathos?

Prof. Wolfgang Donsbach befragt vor der Neueröffnung in einem exklusiven Interview den
Direktor des Militärhistorischen Museums, Oberst Dr
. Matthias Rogg

Im diesem Gespräch geht es um die inhaltliche und räumliche Neuausrichtung,
die alte und neue Interpretation von Militärgeschichte sowie die zukünftigen Aufgaben
des Museums. Der museale Ort soll sich in der Zukunft zum zeitgemäßen Forum, für einen alle Bürger einbeziehenden Diskurs, über die Kulturgeschichte der Gewalt entwickeln.

Der Direktor Matthias Rogg wünscht sich ein modernes kulturhistorisches Museum,
das ohne Pathos eine kritische Auseinandersetzung anstrebt und zum Denken anregt.
Im Mittelpunkt steht für Ihn der Mensch, als Opfer_Täter und Zuschauer, thematisiert mit seinen Ängsten, Trieben, Leidenschaften, Hoffnungen und seiner Aggressionsbereitschaft.

Mit dem vom Architekten Daniel Libeskind geschaffenen Keil, welcher die Symmetrien
des historischen Bauwerkes durchbricht, ist zumindestens architektonisch die
Diskussion eröffnet. Bereits im Eingangsbereich wird der Besucher mit schrägen Wänden empfangen,
die Irritation ist Teil der Inszenierung und löst Beklemmung aus. Der Stachel im Fleisch, schafft erste Reibungsflächen für eine Auseinandersetzung.

Zitat aus dem Architekturlexikon:

"Dekonstruktivistische Architektur zeichnet sich durch einen bemerkenswert freien, spielerisch leichten Umgang mit architektonischen Elementen
und Gliederungsstrukturen aus. Gewohnte Kategorien wie Regelmäßigkeit, Reihung oder Symmetrie sind ihr weitgehend fremd".

Dieses Gespräch mit Oberst Dr. Matthias Rogg, in der Reihe "in medias res _ Donsbach im Gespräch",  wurde im Oktober 2011 im Militärhistorischen Museum aufgezeichnet.

einige FRAGEN:

Was bringt einen Geisteswissenschaftler zur Bundeswehr?
Warum entschied man sich für den asymmetrischen Entwurf des StarArchitekten Daniel Libeskind?
Nehmen die Dresdner Bürger den Neubau an?
Wie sieht die neue Austellungskonzeption inhaltlich und räumlich aus?
Haben Sie Angst vor dem GuggenheimSyndrom?
Warum sollte es überhaupt ein militärhistorisches Museum geben?
Sehen Sie eine mögliche Gefahr, das die militärische Devotionalienschau zum Wallfahrtsort für ein spezielles Publikum wird?
Welches sind Ihre Lieblingsexponate, die Sie uns unbedingt empfehlen würden?

sehen Sie hier den DRESDENEINS TV.Beitrag: Eine Kulturgeschichte der Gewalt


Museums-Neueröffnung: am 15.Oktober 2011 mit umfangreichem Begleitprogramm
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Sehen Sie in der Mediathek auch die erste Folge:
zu Gast im Audimax der Technischen Universität Dresden, Rektor Prof. Müller-Steinhagen.

Es geht um die Chancen zur Förderung der Spitzenforschung in Dresden, um die Frage, ob es ein Vorteil ist, als einzige Universität in den neuen Bundesländern noch im Rennen um die Exzellenzinitiative zu sein, und wie eine zusätzliche Spitzenförderung im Umfang von rund 150 Millionen Euro auch in die gesamt Stadt hinein wirkt?


Quelle: DRESDENEINS.TV