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Lulu an der Semperoper

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Artikel vom: 03.02.2012

Lulu an der Semperoper

Wer ihr verfällt, der fällt – in der Semperoper wird er zum Clown. Die ehemaligen, Verblichenen von Lulu tragen dieses Kostüm in der neuen Inszenierung der Oper von Alban Berg.
Aus einem Text von Frank Wedekind ist diese Oper entstanden. Alles dreht sich um die   alles verführende und alles vernichtende Lulu. Die schwedischen Sopranistin Gisela Stille liebt ihre Rolle. 

O-Ton: Gisela Stille, Sängerin, Lulu

Einen Medizinalrat, einen Chefredakteur und einen Maler holt sich Lulu im ersten Akt. Erzählt wird die Geschichte eines Auf- und Abstieges: auf drei Liebhaber und Ehemänner folgen drei Kunden.

Alban Bergs Lulu ist unvollendet geblieben, das Fragment der ersten zwei Akte wurde 1937 nach dem Tod des Komponisten uraufgeführt. Aber die Inszenierung in der Semperoper war so noch nicht zu erleben.

O-Ton: Cornelius Meister, musikalische Leitung

Alban Berg hat seiner Oper eine Zwölftonmusik zugrunde gelegt. Eine zu seiner Zeit avantgardistische Kompositionstechnik.

O-Ton: Cornelius Meister, musikalische Leitung
O-Ton: Gisela Stille

Diese Musik gehört auf jeden Fall zur Geschichte der Lulu, die in der Welt als Lebens-Zirkus die Manege beherrscht, bis das Schicksal sich wendet.
Lulu lebt schließlich in größter Armut in London und wird zur Prostituierten – einer ihrer Kunden ist „Jack the Ripper“.  
Die Inszenierung in der Regie von Stefan Herheim bietet so manchen Einfall. Die Frage bleibt dennoch, wie Alban Bergs Lulu beim typischen Semperopern-Publikum ankommen wird.

O-Ton: Gisela Stille

Die neue Inszenierung wieder im März zu erleben.

Empfehlenswert für Kenner und Liebhaber der Kompositionen
von Alban Berg und für sehr aufgeschlossene Nicht-Kenner.

Für Facebookfreunde haben wir hier
eine Photo-Galerie mit den schönsten Szenenphotos angelegt.
Quelle: DRESDENEINS.TV