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Bibliophile Schätze

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Artikel vom: 15.02.2011

Bibliophile Schätze

Alles über Sandro Botticelli. Hunderte Seiten und Abbildungen über Pablo Picasso. Beinahe jeder Satz, der jemals über Gerhard Richter geschrieben wurde – Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besitzen nicht nur unschätzbare Kunstwerke, sondern auch bibliophile Schätze.

Und das Beste daran: Die Dresdner Kunstbibliothek im Residenzschloss steht jedermann offen – nicht nur Kunsthistorikern. Wer sich auf eine Reise vorbereitet oder nach einem Museumsbesuch mehr über bestimmte Gemälde oder Kunstrichtungen erfahren möchte, wird hier ebenso fündig wie Kunststudenten oder Museumsmitarbeiter.
Elisabeth Häger-Weigel ist die Leiterin der Bibliothek und sieht es besonders gerne, wenn die Nutzer die Kunstbände ohne Scheu in die Hand nehmen.

O-Ton Dr. Elisabeth Häger-Weigel, Leiterin Kunstmuseum Dresden

Die Kunstbibliothek ist recht jung. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die erhaltenen Bücher zerstörter Bibliotheken hier zusammengetragen worden. Dieser Gründungsbestand ist im Laufe der Jahre auf derzeit etwa 260.000 Bände angewachsen.
Das Bestandsprofil orientiert sich eng am Sammlungsprofil der Museen. Deshalb findet sich auch kunsthistorische Spezialliteratur, die in anderen Bibliotheken nur selten vorhanden ist. Im Lesesaal können Studenten für sich oder in der Gruppe Referate vorbereiten oder an Hausarbeiten schreiben.

O-Ton Studentin

Wem aufgrund einer wichtigen wissenschaftlichen Arbeit die Öffnungszeiten nicht ausreichen, steht auch die Kurzausleihe zur Verfügung. Dann dürfen einzelne Bücher über Nacht mit nach Hause genommen werden.
Darüber hinaus gibt es einen Bestand an Büchern, die mit einer Benutzerkarte für längere Zeit ausgeliehen werden können.

Als öffentliche Einrichtung möchte das Kunstmuseum einen Bildungsauftrag erfüllen. Bei einer Veranstaltung "Kunst und Lesen" wird Schülern von der Grundschule bis zur Oberstufe hier die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt.

O-Ton Dr. Elisabeth Häger-Weigel, Leiterin Kunstmuseum Dresden

Bei diesen Veranstaltungen werden selbst den jüngeren Schülern keine Kinderbücher vorgelegt, Grundlage ist immer die in der Bibliothek vorhandene Literatur. Ein einfaches Ordnungssystem ermöglicht es jedem, sich in den Beständen zurecht zu finden und sich die Welt der Kunst zu erschließen.

Übrigens – die Benutzung ist derzeit noch kostenlos und die Aussicht ist auch nicht schlecht.
Quelle: DRESDENEINS