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Dresden aus der Luft

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Artikel vom: 01.02.2011

Dresden aus der Luft

Für einen neuen Bildband hat der Fotograf Peter Schubert Dresden aus der Luft aufgenommen. Diese Bilder werden historischen Aufnahmen des Dresdner Fotografen Walter Hahn aus den 20er, 30er und 40er Jahren gegenübergestellt.
Walter Hahn hat etwa 15 000 Bilder hinterlassen, die in der Deutschen Fotothek in Dresden verwaltet werden. Kaum eine andere Stadt in Deutschland kann auf so einen großen Fundus zurückgreifen.
Peter Schubert begeistert sich auf dreifache Weise für das Schaffen von Walter Hahn – als Pilot, als Fotograf und als Dresdner. Bereits seit einigen Jahren ist er mit seinem Flugzeug über Dresden unterwegs – bisher für eine Kalenderserie. Ein Höhepunkt dieses Projektes ist der nun erschienene Bildband.
Zusammen mit den aktuellen Aufnahmen hat man hier den direkten Vergleich von der heutigen Stadtansicht mit der Bebauung vor der Zerstörung Dresdens 1945.

O-Ton Peter Schubert, Fotograf

Die Bauten am Altmarkt wurden seit 1900 nahezu vollständig zu damals modernen Geschäftshäusern umgebaut. Die flächenhafte Zerstörung 1945 veränderte das Stadtbild der Altstadt grundlegend.
Die runde Anlage des Albertplatzes aus der Romantik hat dagegen alle Zeiten überdauert, wenn auch die Villen des frühen 19. Jahrhunderts verloren sind. Die beiden Brunnen entstanden 1894. Auf den zentralen Platz der Neustadt treffen elf Straßenzüge.
In südwestlicher Richtung führt die prachtvolle barocke Königstraße auf den Palaisplatz mit dem Japanischen Palais zu – auch heute noch. Davon abgesehen hat sich die Struktur der Inneren Neustadt deutlich verändert.
Die Wilsdruffer Vorstadt war ein dicht besiedeltes Wohn- und Fabrikviertel am Westrand der Altstadt. Ein Lichtwerk produzierte hier seit 1895 elektrischen Strom. Heute ist es unter dem Namen Kraftwerk Mitte bekannt. Auf dem Wettiner Platz befand sich die Jakobikirche. Rechts davon ist heute im ehemaligen Wettiner Gymnasium die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber beheimatet.

Schaut man sich dieses Bild aus den 20er Jahrean, sieht man Dresden als Industriestadt, eingehüllt in eine Dunsthaube. Da hat der heutige Luftfotograf schon wesentlich bessere Sicht – einfach ist das Fotografieren aus dem Flugzeug aber trotzdem nicht.

O-Ton Peter Schubert, Fotograf

Diese Aufnahme zeigt den heute nicht mehr vorhandenen legendären Zirkusbau von Hans Stosch-Sarrasani am Carolaplatz.
Die parallele Straßenanordnung in Striesen wird in der Luftaufnahme erkennbar.
Am Johannstädter Ufer, dort, wo sich derzeit die Baustelle der Waldschlösschenbrücke befindet, fanden einst die Maidemonstrationen der Nationalsozialisten statt.

Der Bildband "Dresden aus der Luft – damals & heute" wird ergänzt durch Texte des Journalisten Uwe Schieferdecker. Einige Bilder wurden mit neuartiger 3-D-Kameratchnik aufgenommen – eine 3-D-Brille ist dem Band beigelegt. Den über 230-seitigen Bildband kann man für knapp 30 Euro direkt beim K4-Verlag bestellen oder in einer Thalia-Filiale kaufen.
Externe Links
Quelle: DRESDENEINS