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Mal schauen !

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Artikel vom: 22.02.2012

Mal schauen !

Der Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentiert unter dem Motto Mal schauen! derzeit ein ganz besonderes Ausstellungsprojekt. Dresdner Bürger sind in das Depot des Kunstfonds gegangen und haben die Ausstellungsstücke ausgewählt und zusammengestellt. Die Sammlung umfasst mehr als 25 000 Werke sächsischer Kunst nach 1945.

Die Idee, eine Ausstellung von Laien kuratieren zu lassen, hatte die in Dresden lebende Künstlerin Janet Grau. Sie hat fünf Dresdner Gruppen ins Depot des Kunstfonds eingeladen, darunter eine Dresdner Familie, Cheerleader und den Malwina e. V.

Mit dabei war auch die Gastronomin Antje Heinrich, die sich gemeinsam mit einer Neustädter Werbegruppe auf das Wagnis Kunst eingelassen hat. Ins kalte Wasser wurden die Laien-Kuratoren aber nicht geworfen.

O-Ton Janet Grau, Künstlerin, Dresden

Um der Fülle des Depots Herr zu werden, haben die Teilnehmer im Vorfeld Prioritäten gesetzt, nach denen sie die Kunstwerke dann ausgewählt haben. Für die Gruppe aus der Neustadt lagen die Themen auf der Hand.

O-Ton Antje Heinrich, Gastronomin (Oosteinde)

Die Ausstellung folgt keinem Thema und keinem historischen Zugang. Lediglich die Schwerpunktsetzung der einzelnen Gruppen strukturiert die ca. 90 Werke. Die Cheerleader haben auf Teamgeist gesetzt, der Malwina e. V. hat die Familie im Blick gehabt. Für die Leiterin des Sächsischen Kunstfonds, Silke Wagler, war es nicht einfach, das Heft aus der Hand zu geben, doch das Ergebnis überzeugt.

O-Ton Silke Wagler, Leiterin Kunstfonds

Die Ausstellung kann bis Ende März in der Motorenhalle des riesa efau in der Friedrichstadt begutachtet werden. Das Projekt hat gezeigt, wieviel man Laien-Kuratoren zutrauen kann und warum es auch mal gut ist, wenn die professionelle Herangehensweise zurückgestellt wird.

Quelle: DRESDENEINS