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TU.Wissenschaft I PC-Grafiken blind verstehen!

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Artikel vom: 07.02.2011

TU.Wissenschaft I PC-Grafiken blind verstehen!

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie ein Blinder Mensch graphische Darstellung am Computer wahrnehmen oder selbst erstellen kann? Gar nicht, zumindest bisher.
Das Institut für Angewandte Informatik der TU Dresden hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Barriere abzubauen, mit Erfolg. Die Forscher haben ein grafikfähiges Display für Blinde und eine entsprechende Software entwickelt.

O-Ton: Jens Bornschein, Dipl.-Medieninformatiker, TU Dresden, Institut für Angewandte Informatik

Derzeit können blinde und sehbehinderte Menschen mittels Sprachausgabe und einer sogenannten Braillezeile, die an den PC angeschlossen wird, nur den Text erfassen. Die Struktur oder einzelne Grafiken einer Datei oder Webseite lassen sich in der Regel nicht erkennen.

O-Ton: Ursula Weber, Dokumentationsassistentin und Probandin, TU Dresden, Institut für Angewandte Informatik

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projektes HyperBraille wurde die Standard-Braillezeile jetzt weiterentwickelt. Heraus kam eine Art grafikfähiger „Laptop“, mit dem Blinde und Sehbehinderte umfassender als bisher grafische Elemente oder auch Tabellen am Bildschirm lesen können.

O-Ton: Prof. Gerhard Weber, TU Dresden, Institut für Angewandte Informatik, Professur Mensch-Computer Interaktion

Mittlerweile gibt es HyperBraille-Filter für alle gängigen Office- und Internetanwendungen. Sie ermöglichen einen barrierefreien Zugang zu jeglichen am Bildschirm dargestellten Informationen. Blinde und Sehbehinderte können damit ebenso wie sehende Menschen den PC als Arbeitsinstrument nutzen.
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Quelle: DRESDENEINS