Artikel vom: 07.07.2010
Straßenbau: FDP macht Tempo
Die FDP bringt neuen Wind in die Diskussion um den Ausbau der Königsbrücker Straße, Bautzner Straße und Stauffenbergallee. Bislang waren insbesondere die Liberalen für die Sanierung und den vierspurigen Ausbau. SPD, Grüne, Linke und Bürgerfraktion haben sich dagegen für eine Variante mit nur zwei großzügig angelegten Spuren ausgesprochen.
Der Streit um die drei Straßen läuft bereits seit 17 Jahren. Die Stadt hatte das Projekt wegen Geldmangels immer wieder verschoben und will die Verkehrsprognosen im Jahr 2015 abwarten. Das aber dauert den Liberalen zu lange. Sie pochen auf die Dringlichkeit des Problems. Dresdens FDP-Chef Johannes Lohmeyer erklärt, dass er sich auch mit einem neuen Fahrbahnbelag zufrieden geben könnte.
O-Ton
Johannes H. Lohmeyer / Kreisvorsitzender FDP Dresden
Diese Variante würde die Kosten erheblich senken, viel Zeit sparen und sollte laut Lohmeyer auf großen Zuspruch im Stadtrat stoßen. Die Grünen nahmen den Vorstoß der FDP positiv auf. Die CDU hingegen warnt vor einem Schnellschuss.
O-Ton
Hans-Joachim Brauns / Stadtrat CDU-Fraktion
2006 hatte sich der Stadtrat bereits auf die zweispurige Variante geeinigt. Doch dann begann die Diskussion erneut und die Stadtspitze verschob das Projekt. Oberbürgermeisterin Helma Orosz will nach Bekanntgabe der Verkehrsprognose 2015 prüfen, in welchem Ausmaß Sanierungsarbeiten nötig sind. Allein für die vierspurige Variante der Königsbrücker Straße werden 30 Millionen Euro veranschlagt.
Quelle: DRESDENEINS








