The picture you will get
The picture you will get – frei übersetzt: wie ich sie sehe. Mit diesem Motto haben die Kamerawerkstätten Guthe & Thorsch Dresden in den 20 und 30er Jahren für ihre ausgeklügelten Produkte geworben.
In den Technischen Sammlungen der Stadt Dresden ist diese Woche eine Ausstellung über die Dresdner Kamerafirma eröffnet worden - eine Firma, die die technischen Traditon im Kamerabau in Dresden mitbegründet hat, eine Tradition von Weltruf.
O-Ton: Dr. Andreas Krase, Kurator der Ausstellung
Diese Geschichte beginnt 1919 in der Dresdner Serrestraße und endet 2006 in Los Angeles. In ihr spiegeln sich die Verwerfung und Dramen der deutschen Vergangenheit. 1938 wurde die Familie Thorsch wegen ihrer jüdischen Herkunft gezwungen, in die USA zu emigrieren.
Diese Woche ist Bernward Thorsch, der Sohn des Firmengründers nach Dresden zurückgekehrt. Für den 91-Jährigen war die Zusammenstellung und Vorbereitung der Ausstellung eine Anstrengung voller Emotionen:
O-Ton: Bernward Thorsch, Dresdner Kameraproduzent
Die in Dresden enstandenen Kameras bilden wohl einen derHöhepunkte dieser Vergangenheit. 1938 verlor Dresden ein Unternehmen, dessen Produkte renommiert waren und auf dem Weltmarkt mitspielen konnten, insbesondere auch wegen des Forschergeistes des Mitbegründers Paul Guthe.
O-Ton: Dr. Andreas Krase, Kurator der Ausstellung
Die Ausstellung in den Technischen Sammlungen zeigt neben den Produkten der Firma Guthe & Thorsch einzigartige Erinnerungstücke aus dem Familienarchiv. Darunter originale Filmaufnahmen von der Arbeit in den Kamerawerkstätten und dem Geschehen auf Dresdens Straßen, aufgenommen mit Firmentechnik.
O-Ton: Ernst Hirsch, Kameramann, Filmhistoriker
Die Ausstellung im ehemaligen Pentacon-Kamerawerk ist bis zum 26. Februar zu sehen.










