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Wählt Wehner!

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Artikel vom: 16.01.2012

Wählt Wehner!

Freimachen vom Untertanengemüt | "Wacht auf, Verdammte dieser Erde ..."

Ein Lied, das selten erklingt, derzeit. Im Projekttheater hat die aus Hildesheim kommende Gruppe "theatrale subversion" ein Stück deutscher Geschichte aufgeführt. "Wählt Wehner!" heißt die Inszenierung. Dokumentationstheater über den Lebenslauf des Politikers Herbert Wehner, ehemals Funktionär der KPD, später Spitzenpolitiker der SPD, geboren 1906 in Dresden.

O-Ton: Romy Weyrauch, Schauspielerin

Das Stück trägt den Untertitel "Frei machen vom Untertanengemüt". Mit Dia- und Videoprojektionen wird Wehners Lebensweg vom Ende des 1. Weltkrieges bis zur Gründung der Bundesrepublik erzählt - mit den expressiven Mitteln des Theaters:

Bühnen-O-Ton

Die dreiköpfige Theatergruppe mit Romy Weyrauch, Aljoscha Domes und Norman Grotegut hat wochenlang recherchiert und mit dem Herbert-Wehner Bildungswerk in Dresden zusammen gearbeitet.

O-Ton Janosch Pastewka, Herbert-Wehner-Bildungswerk

Wie schwierig der Weg des Politikers von der anarchistischen Jugendgruppe in Dresden, über die Funktionärsarbeit in der KPD bis an die Fraktionsspitze der SPD-Bundestagsfraktion war, wird an einem historischen Interview deutlich. Wehner berichtet von einem Gespräch über seine Vergangenheit mit dem SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher.

O-Ton-Einspielung Herbert Wehner

O-Ton: Romy Weyrauch, Schauspielerin

Das Theaterstück "Wählt Wehner!" der Gruppe theatrale subversion in der Regie von Martin Zepter ist nicht zuletzt durch eine Förderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen zustande gekommen. Eine viele herkömmliche Grenzen überschreitende Aufführung. Und für das Dresdner Herbert-Wehner-Bildungswerk, das sich der politischen Bildungsarbeit verschreiben hat, ein besonderer Akzent, ein besonderes Ereignis, dem wieder die Mühen der Ebene folgen.

O-Ton Janosch Pastewka, Herbert-Wehner-Bildungswerk

Für drei weitere Aufführungen kommt "Wählt Wehner!" jedoch noch einmal ins Projekttheater. Am 22., 23. und 24. Februar ist das Stück wieder zu sehen.

Und zu hören ist dabei dann auch ein gewaltiges Anecken des legendären Politikers.
"Wenn Sie das Wort Marxist hören, geht´s ihnen so wie Goebbels ...."

Quelle: DRESDENEINS